04.09.2026
Am 15.08.26 entlief die 4 Jahre alte Schäfermixhündin Sascha bei ihrer Pflegestelle in Löwenstein-Hirrweiler zu ihrem knapp drei Wochen langen Ausflug über 4 Landkreise.
Wir stellten zunächst direkt die Falle am Haus der Pflegestelle, Sascha war immer noch in unmittelbarer Umgebung auf der B39 an der ‚Platte‘ unterwegs.
Man kann’s ja mal probieren, meistens klappt es ja…
Was wir nicht wussten: Sascha dachte die nächste Zeit gar nicht daran, in die Nähe von menschlichen Siedlungen zu laufen.
Wenige Tage später war das klar, die Falle wurde dann in den Wald umgeparkt.
Ihre Tour begann über Löwenstein, Vorhof, Unterheinriet, Farnersberg, Billensbach. Die meisten Sichtungen waren gefährlicherweise auf Straßen, was natürlich auch mit an den örtlichen Gegebenheiten lag, drumherum gab es ja nur gefühlte Millionen Quadratkilometer Wald.
Wo immer sinnvoll möglich wurden Futterstellen eingerichtet, doch Sascha hatte nur sehr wenig Interesse daran, mehrfach an derselben Stelle aufzutauchen.
So kamen alle möglichen Tiere an die Futterstellen und auf die Kameras, nur Sascha nicht.
Am 22. und 23.08. wurde sie dann in Spiegelberg in einem Wohngebiet gesehen. Offensichtlich hatte sie Hunger und lief jetzt auch etwas in die Zivilisation.
Die Falle wurde natürlich sofort dorthin umgestellt.
Wie immer aber keine Sascha. Die tauchte dafür am anderen Ende von Spiegelberg auf Richtung Dauernberg, bzw. Großhöchberg. Auch hier nahm sie keine Futterstelle an.
Ihre Tour ging dann weiter B14 bei Großerlach, dann war sie zwischen Hütten und Wielandsweiler.
Sascha war aber so nett und brach diesen Ausreißer in östliche Richtung ab.
Ein paar Tage ohne Sichtung und sie tauchte bei Prevorst auf, später unterquerte sie die A81 und wurde zwischen Ilsfeld und Pfahlhof gemeldet.
Zwei Tage pendelte sie dann zwischen Ilsfeld und Auenstein umher, wenige Meter vor einer Futterstelle wurde sie dann von Sichtern verjagt.
Nun ging es weiter nach Winzerhausen, wo sie am 02.09. in den frühen Morgenstunden den Weg einer Zeitungsausträgerin kreuzte.
Neue Futterstellen wurden weiter ignoriert.
Am 03.09. meldete sich Edda von der Hundesuchhilfe Kreis Ludwigsburg & Enzkreis, dass ihr soeben Tierschützer aus dem Kreis Ludwigsburg gemeldet hätten, dass ein passender Hund seit ein paar Tagen regelmäßig an einer Igelfutterstelle in Winzerhausen fressen würde.
Diese Meldung erreichte Edda merkwürdigerweise erst gegen 21 Uhr, mit etwas Mühe konnten Kontaktdaten erfragt werden.
Eine derartige Mitteilung war natürlich genau das, was uns gefehlt hatte, um Sascha zu sichern.
Nachdem telefonisch Örtlichkeiten geklärt waren, entschieden wir uns für Nachtschicht, fuhren sofort los und stellten die Falle in den Garten der Igelfutterstelle. Kurz vor unserem Eintreffen war Sascha nochmals dort.
Zunächst freute sich ein Igel über das Futter in der Falle. Kein Problem, es war genug für alle da.
Am 04.09. um 01:02 Uhr erschien unser Lieblingstier dann das erste Mal überhaupt auf einer Kamera und lief deutlich schneller als erwartet direkt in die Falle.
Danke Sascha ❤️
Sascha wurde dann in der Falle nach Hirrweiler transportiert, wo wir die Falle an die Haustür andocken konnten und Sascha in die heimische Wohnung entlassen wurde.
Offensichtlich hat sie ihre große Tour unbeschadet überstanden.
Wir bedanken und bei der Jägerschaft, den Grundstücksbesitzern in Spiegelberg und natürlich besonders in Winzerhausen, dass wir dort schnell und unkompliziert die Falle stellen konnten. Auch ein Danke an die Dame in Auenstein, wo wir bei Bedarf hätten Falle aufstellen dürfen.
Danke auch an die vielen Sichter, die Sascha in Ruhe gelassen haben.
Das größte Danke gebührt in diesem Fall Heidrun, der Pflegestelle. Sie war täglich stundenlang unterwegs, um neue Futterstellen einzurichten, neu zu spuren, Futter zu erneuern.
Das war ganz hervorragend und vorbildlich, solche Besitzer würden wir uns bei jedem Fall wünschen.
Ende gut – alles gut!
Euer Hund entlaufen Baden-Württemberg Team


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