Papi

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26.04.2026

*** Sicherungsbericht zu Papi aus Calw-Heumaden ***
Am 21.04.2026 entlief der schwarze Chihuahua-Mixrüde Papi in dem beschaulichen Calw-Stammheim aus dem Haus seiner Besitzer. Alles Rufen und Hinterherlaufen brachte nichts, denn der kleine Mann rannte plötzlich panisch davon und versetzte seine gesamte Familie in helle Aufregung.

Noch am selben Tag kontaktierte die Familie „Hund entlaufen Baden-Württemberg“.

Wir übernahmen den Fall und besprachen zunächst alles Organisatorische. Wie so oft hieß der erste Schritt: Flyern, flyern und nochmals flyern, denn ohne Sichtungen gab es keinerlei Ansatzpunkt, wo wir überhaupt Futterstellen einrichten konnten – außer am Entlaufort.

Vor Ort gestaltete sich das Flyerverteilen allerdings schwierig, da sich die Familie aufgrund eines Krankheitsfalls ohnehin bereits im Ausnahmezustand befand und kaum eine freie Minuten hatte.

Zum Glück lernten wir jedoch schon am nächsten Tag eine unglaublich liebe Unterstützerin (Jana) kennen, die sofort ihre Hilfe anbot.

Fast zeitgleich ging auch die erste Sichtung von Papi bei der Schafscheuer in Calw-Heumaden ein.

Leider bedeutete das auch, dass der kleine Mann bereits ein gutes Stück von Zuhause weggerannt war und dabei vermutlich sogar mindestens einmal die stark befahrene B296 überquert hatte. Allein bei dem Gedanken wurde uns ziemlich mulmig.

Zum großen Glück wohnte unsere Unterstützerin direkt in Heumaden und begann sofort damit, Flyer zu verteilen. Und das nicht zu knapp — irgendwann hing gefühlt an jedem Laternenpfahl und jedem Mülleimer ein Papi-Flyer.

Trotzdem blieben weitere Sichtungen zunächst einmal aus.

In der Nähe der Schafscheuer richteten wir dann eine Futterstelle ein und tatsächlich sichteten wir Papi bereits am nächsten Tag direkt an der Futterstelle, als wir das Futter frisch machen wollten.

Doch kaum bemerkte er das Auto, drückte er sofort wieder den Panikknopf und verschwand blitzartig im Gebüsch — ohne auch nur einen einzigen Happen gefressen zu haben.

Mist!

Aber immerhin wussten wir dadurch: Papi lebte und hielt sich weiterhin im selben Gebiet auf und es ging ihm soweit gut.

Währenddessen wurden von Jana weiter fleißig Flyer verteilt und nach und nach häuften sich endlich die Sichtungen.

Mal mitten im Wohngebiet – mal nahe der Futterstelle – mal irgendwo dazwischen.

Offenbar dachte inzwischen halb Calw:„Ach guck, da ist wieder der kleine schwarze Flitzer.“

Zur Sicherheit richteten wir zusätzlich noch eine weitere Futterstelle ein.

Kurz darauf bekamen wir außerdem zusätzliche Unterstützung direkt aus Calw, wodurch wir nun mehrere Personen vor Ort hatten, die im Ernstfall schnell reagieren konnten.

Und dann kam endlich das erste große Aufatmen: Von Samstag auf Sonntag — kurz nach Mitternacht — tauchte Papi erstmals auf Kamera an der Futterstelle auf und fraß.

Ab diesem Moment stieg unsere Hoffnung gewaltig.

Am nächsten Morgen machten wir das Futter erneut frisch und am Nachmittag hieß es schließlich: Falle stellen.

Diese musste allerdings erst abgeholt werden und nach einer gefühlten Weltreise, diversen Rangiermanövern und kleineren Opfern an unserem Auto kam die Falle irgendwann endlich in Calw an.

Und obwohl es sich um das kleinste Fallenmodell handelte, war das Ding trotzdem ungefähr so handlich wie ein Kleiderschrank.

Zu Dritt schafften wir es schließlich irgendwie, die Falle aus dem Auto zu bugsieren und an der bisherigen Futterstelle aufzubauen.

Da es zu diesem Zeitpunkt allerdings noch viel zu unruhig an der Stelle war und parallel erneut Sichtungen aus dem Wohngebiet eingingen, entschieden wir gemeinsam mit der Familie, die Falle erst am Abend scharfzustellen.

Natürlich mit absoluter Gourmet-Ausstattung.

Cheeseburger, Leberwurstspur und ein schön platzierter Napf hinter der Lichtschranke.

Kurz gesagt: Wenn das nicht funktioniert hätte, hätten vermutlich wir selbst irgendwann in der Falle gesessen.

Gegen 20 Uhr begann dann das große Warten.

Wir stellten uns fest auf eine lange Nacht ein.

Doch Papi hatte offenbar andere Pläne.

Nur zwei Stunden später: Kameraalarm.

Und da war er… der kleine Mann.

Ohne großes Zögern folgte er der Spur — vermutlich hatte der Cheeseburger am Ende einfach die besseren Argumente.

Keine zehn Minuten später hieß es dann:

ZACK! Falle zu! Papi sicher ☺️

Natürlich war der kleine Schatz zunächst völlig geschockt und zitterte am ganzen Körper.

Doch kaum hörte er das Auto seiner Familie, änderte sich alles schlagartig.

Papi erkannte sofort seine Menschen und freute sich riesig.

Sicherheitshalber verluden wir ihn trotzdem mitsamt der Falle ins Auto und brachten ihn erst Zuhause wieder heraus.

Und dann kam endlich der Moment: Die Fallentür öffnete sich…

…und Papi explodierte förmlich vor Freude.

Er sprang seiner Familie entgegen, winzelte, ließ sich den Bauch kraulen und genoss endlich wieder die Sicherheit seines Zuhauses.

Und als krönenden Abschluss durfte er dann auch endlich ganz offiziell seinen heiß ersehnten Cheeseburger futtern.

Nach fünf Tagen Überlebenskampf in der „Wildnis von Calw“ hatte sich der kleine Mann das definitiv verdient.

Ende gut – alles gut!

Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei Papis Familie für ihr Vertrauen.

Ein riesiges Dankeschön an Jana für die megaaaaaa Unterstützung!

Herzlichen Dank auch an die Jägerschaft für die reibungslose Unterstützung.

Dankeschön an alle Helfer, Teiler, Sichter.

Ihr seid alle Teil dieses Erfolgs!

Euer Hund entlaufen Baden-Württemberg-Team

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