Rea

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16.07.2026

Rea entlief ihrer Pflegestelle am 14.06.2026 in einem Schreckmoment in Schorndorf leider mit Leine und ward erst einmal nicht mehr gesehen.

Da wir leider ein größeres Problem mit einem defekten Auto und extremer beruflicher Belastung hatten, konnten wir nicht sofort in dem Maß bei Rea helfen, wie wir es eigentlich normalerweise tun und richtig empfinden.

Dennoch bemühten wir uns – im Rahmen unserer vorhandenen Möglichkeiten zu helfen, indem wir berieten und wegen der fehlenden Sichtungen und der Unmöglichkeit, bei über 35 Grad Suchhunde einzusetzen, versuchten, einen Suchtrupp zu organisieren. Schließlich war Rea bei extremen Hitze mit Leine und Geschirr unterwegs und es bestand aus unserer Sicht Handlungsbedarf.

Leider hatten die Kolleginnen, die uns diesbezüglich oft in der Vergangenheit unterstützten, keine Kapazitäten hierfür frei.

Glücklicherweise benötigten wir den Suchtrupp schlussendlich gar nicht mehr, weil es am 18.06.2026 endlich eine erste Sichtung in Plochingen ohne Geschirr und Leine von Rea gab.

Wir waren sehr erleichtert.

2 Tage darauf gab es dann auch wieder Sichtungen in Schorndorf und an jedem Sichtungspunkt wurden sofort Futterstellen mit Cams eingerichtet.

Zwischenzeitlich konnten wir dann auch wieder mit fahrbarem Untersatz vor Ort aktiv unterstützen und übernahmen gemeinsam mit dem Verein von Rea und freiwilligen Helfern deren Sicherung nun vollumfänglich.

Maureen, Chrissy und Tanja standen Tag-und Nacht vor Ort an unserer Seite, bestückten Futterstellen, flyerten, sprachen Leute an, telefonierten mit den Jägern usw. Die Mädels kümmerten sich also die ganze Zeit unter Hochdruck mit um die Sicherung von Rea.

Leider dauerte es aber noch bis zur Nacht zum 28.06.2026, bis Rea sich endlich entschied zwischen Schorndorf und Oberberken oberhalb der Mülldeponie, eine Futterstelle anzunehmen.

Alle anderen Futterstellen überrannte sie einfach und kam nie wieder an die Sichtungspunkte zurück.

Jetzt schöpften wir zum ersten Mal Hoffnung, dass wir Rea nun alsbald mit einer unserer Lebendfallen in Sicherheit bringen können werden.

Leider sollte sich allerdings herausstellen, dass wir diese Rechnung ohne Rea machen sollten.

Wir stellten sofort unsere Lebendfalle an die angenommene Futterstelle und bestückten sie mit allerlei Köstlichkeiten und Rea tauchte auch tatsächlich auf, fraß allerdings nur ganz vorne ein paar Häppchen von der Futterspur und verschwand wieder.

Wir bauten ein wenig um und waren voller erneuter Hoffnungen für die nächste Nacht, aber Rea traute sich maximal zur Hälfte in die Falle und ging dann wieder. Sie kam zwar immer wieder im Laufe der Nacht, aber es ging einfach nicht weiter vorwärts und dann verschwand sie plötzlich am 02.07.2026 wieder gänzlich.

Sichtungsmeldungen vom Tag davor, in denen uns die Sichter mitteilten, sie hätten Rea an die 20 Minuten im Wald verfolgt, um ein Foto zu erhaschen, taten wahrscheinlich ihr Übriges dazu.

Wir bestückten die Falle jeden Tag gemeinsam aufs Neue – in der Hoffnung, dass sie vielleicht nur wieder kurzzeitig abgewandert war und irgendwann doch wieder zurückkehrt – aber leider blieb Rea dauerhaft fern und war erst einmal wieder komplett vom Erdboden verschluckt.

Wir fingen uns alle an, große Sorgen um sie zu machen und sorgten deshalb dafür, dass noch ein viel größerer Radius geflyert wurde, aber unsere Telefone standen leider still.

Es dauerte bis zum frühen Morgen des 04.07.2026, bis wir wieder etwas von Rea hörten.

Auch diese Sichtung war ähnlich wie an der Mülldeponie in Schorndorf wirklich besorgniserregend. Sie saß – wie auch dort bereits – direkt am Fahrbahnrand mitten in der Haarnadelkurve zwischen Haubersbronn/ Miedelsbach und Eselshalden.

Wieder richteten wir natürlich Futterstellen ein, aber Rea war längst wieder über alle Berge.

Die nächste Sichtung vom 07.07.2926 stammte von einer Jägerin in Form eines Fotos von einer Wildcam an einer Kirrung in der Nähe des Aichstruter Sees.

Dort stellten wir dann ein weiteres Mal unsere Lebendfalle, aber auch dort tauchte Rea nie wieder auf.

In der Folge gab es immer wieder Sichtungen rund um den Eisenbachsee und bis nach Pfahlbronn hinunter. Wir richteten überall immer Futterstellen ein, aber Rea nahm zunächst keine mehr an und rannte und rannte und rannte…

Da wir dann den Eindruck gewannen, dass es sein könnte, dass Rea sich wieder über Plüderhausen Richtung Oberberken/ Schorndorf orientieren könnte, stellten wir unsere Falle wieder an die Mülldeponie, um ihr und ihrem zwischenzeitlichen Hunger ggf. zuvorzukommen.

Leider machten wir aber auch diese Rechnung ohne Rea.

Sie erschien nämlich nie wieder in Schorndorf, sondern geisterte weithin durch den Welzheimer Wald: Am 09.07.2026 am Schadeberg Richtung Hundsberg, dann am 11.07.2026 am Eisenbachsee, dann wieder Pfahlbronn Richtung Strauben und dann am 13.07.2026 in Kaisersbach-Mönchhof.

An jedem dieser Sichtungspunkte richteten wir umgehend Futterstellen ein, aber Rea überrante frustrierenderweise alle, bis auf die letzte in Kaisersbach-Mönchhof.

Dort richteten wir um 4:53 Uhr eine Futterstelle ein, welche Rea tatsächlich dann auch kurze Zeit später um 5:03 Uhr endlich mal wieder annahm.

Wir waren so unglaublich glücklich darüber, dass wir erst einmal wahre Freudentänze veranstalteten.

Zu diesem Zeitpunkt war Rea bereits 1 Monat unterwegs und das gesamte Reateam (ihr Verein und wir) nonstop auf Achse wegen ihr und mittlerweile alle nervlich etwas angeschlagen.

Vom Mönchhof erreichte uns zusätzlich noch eine weitere Sichtung von Felicitas, die Rea auch um ihr Haus herumschleichen sehen hatte.

Leider jagte ihre eigene Hündin Rea aber zunächst vom
Hof und so waren unsere gemeinsamen Hoffnungen, dass Rea dorthin zurückkehren könnte, erst einmal gering.

Wir holten sofort nach Annahme der Futterstelle unsere Falle in Schorndorf und stellten sie noch am selben Abend an die angenommene Futterstelle im Wald.

Rea erschien auch mehrfach in dieser Nacht an der Falle, bewegte aber abermals keinen Fuß in sie hinein.

Parallel dazu erreichte uns am nächsten Morgen von Felicitas die Rückmeldung, dass Rea auch in dieser Nacht rund um ihr Haus unterwegs gewesen sei und sogar in ihre Waschküche hinein kam. Sobald man sich ihr allerdings näherte, war sie wieder auf-und davon.Dennoch richtete Felicitas noch in der Nacht liebenswerter Weise eine Futterstelle für Rea ein.

Reas Verein arrangierte den Rücktransport unseres Fangzwingers aus Jockgrim (von Tanja Axmann) und wir entschieden uns gemeinsam, zusätzlich zu unserer Falle im Wald, auch noch unseren Fangzwinger bei Felicitas neben dem Eingang zur Waschküche aufzubauen.

Gesagt – getan!

Des Weiteren reiste am Abend dann noch zur Sicherheit Tanja Axmann von der Hundesicherung Tanja Axmann & Team mit ihrem Fangzwinger mit Flügeltüren und ihrem Bäähhhm (automatischer Türschließer) an, um wirklich ALLE Optionen, die es in der Hundesicherung gibt, spontan zur Verfügung zu haben.

Tanja installierte ihren Bähmm liebenswerterweise noch an der Waschküchentüre und so hatten wir in Mönchhof unsere Falle, unseren Fangzwinger und Tanjas Bähmm gleichzeitig im Einsatz, um Reas Wanderschaft nun endlich tatsächlich ein Ende setzen zu können.

Die Nerven lagen nämlich langsam auf allen Seiten blank.

Mit Einbruch der Nacht vom 15.07.2026 auf den 16.07.2026 war die Anspannung groß.

Tatsächlich tauchte Rea sowohl an der Falle als auch am Fangzwinger auf, fand beides zwar interessant, setzte aber wieder keine Pfote hinein, obwohl wir ihr nach allen Regeln der Kunst dort jeweils ein 5-Sterne-Menü zubereitet und massivst mit Leberwurst-Würstchen und Speckspuren etc. hineingespurt hatten.

Es war einfach zum Verrücktwerden mit der Süßen.

Aber Rea war – wie schon mehrfach – wieder zu einer Überraschung bereit.

In den frühen Morgenstunden des 16.07.2026 schlich sie sich klammheimlich wieder in Felicitas‘ Waschküche und hatte dieses Mal ihre Rechnung ohne uns gemacht 😂

Sie war hungrig und hinter der Lichtschranke roch es soooo gut!

Sie lief ein wenig vor-und zurück und fasste dann all ihren Mut zusammen und passierte die Lichtschranke, die die Türe der Waschküche mit einem Schlag zuschlug.

Es war einfach unglaublich!
Nach 1 Monat Schweiß und Sorgen war Rea in Felicitas‘ Waschküche in Sicherheit dank des Bähmm.

Wir machten wirklich 3 Kreuze!!

Ende gut – leider nicht alles gut 😢 (siehe unten)…

Wir bedanken uns zunächst bei Maureen, Chrissy, Nina, Tanja und Gabriele für die Teamarbeit für Rea.

Dann bei Herrn Schiek und seinen Jagdkollegen und Jagdkolleginnen in Schorndorf sowie den Jägern in Aichstrut und Kaisersbach für die super Kooperation und die Genehmigungen zum Stellen unserer Lebendfalle.

Tausend Dank an Felicitas und ihren Mann für die mega Unterstützung inklusive Sicherung von Rea in deren Waschküche.

Herzlichen Dank auch an alle Flyerhelfer, Teiler und Sichter und alle, die mit uns und Rea mitgefiebert haben.

Zu guter Letzt: Tausend Dank an Tanja Axmann für die Reise nach Kaisersbach und die Unterstützung mit ihrem Bähmm. Ohne diesen wären wahrscheinlich noch einige, weitere Tage oder gar Wochen vergangen, bis Rea sich in die Falle oder den Fangzwinger gewagt hätte.

Ein liebes Dankeschön auch an Sonja Scheurer von Wo ist mein Hund? für die Unterstützung bei der Fallenwache.

Ihr seid alle Teil dieses Erfolgs!

🌈Ps: Leider gibt es einen sehr, sehr traurigen Nachruf am Ende dieses Berichtes…
Nachdem Rea sich auf einer wunderbaren Pflegestelle super eingelebt hatte und große Fortschritte machte, erlitt Rea leider nach ungefähr 1 Monat im Garten ihrer Pflegestelle völlig unerwartet und plötzlich einen Herzstillstand und es kam leider jede Hilfe zu spät.

Wir sind darüber unglaublich traurig und gleichzeitig dennoch froh, dass sie sich in diesem Moment in einem wohlbehüteten und liebevollen Umfeld befand.

Es tut uns sehr weh, diese Worte schreiben zu müssen, aber ruhe in Frieden, liebe Rea.

Wir hoffen, dass du dort, wo du jetzt bist, deinen letzten Frieden gefunden hast. Wir werden dich nicht vergessen ❤️😢🌈

Euer Hund entlaufen Baden-Württemberg Team

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