Alina

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28.07.2026
Alina entlief am 26.07.2026 direkt nach der Ankunft aus dem Ausland – vor der Haustüre ihrer Pflegestelle. Es tat einen lauten Knall, Alina schlüpfte panisch aus ihrem Geschirr und rannte auf-und davon.

Das Problem war, dass sie nichtmal eine Pfote bisher in der Wohnung hatte und wir gingen deshalb davon aus, dass sie somit auch keinerlei Bezug zu Doris (ihrem Pflegefrauchen) haben konnte.

Als Doris sich bei uns meldete, machte sich Anja sofort auf den Weg, um vor Ort Futterstellen einzurichten.

Als sie sich zurückmeldete, gefror uns allen ein wenig das Blut in den Adern.

Schon beim Filmen der Umgebung zur Futterstellenbesprechung tauchte Alina ca. 150m entfernt zufällig vor der Kamera auf und rannte panisch Richtung Rudolfshöhe und uns war klar, dass sie sich in einem absoluten Ausnahmezustand befand und kamikazemäßig durch die Gegend rannte.

Das Haus der Pflegestelle befand sich zu allem Überfluss auch noch direkt hinter der Leitplanke zur B312.

Wir hofften von ganzem Herzen, dass Alina die Bundesstraße meiden würde und sich in sicherere Gebiete begeben würde.

Leider haben wir die Rechnung leider ohne Alina gemacht.

Sie nahm zunächst keine Futterstellen an und rannte ständig auf-und über die B312 und löste x Polizeieinsätze aus.

Weder das Pflegefrauchen noch wir konnten deshalb auch nur 1 Sekunde schlafen in all der Zeit.

Wir machten uns so große Sorgen um die Süße…

Alinas Sicherung war wirklich ein Wettlauf gegen die Zeit und die B312.

Nachdem Alina leider vor der Haustüre ihrer Pflegestelle, die Futterstelle nicht annahm, entschieden wir uns kurzerhand und aus der Not heraus, unsere Lebendfalle direkt hinter die Leitplanke der B312 zu stellen – genau dort, wo Alina immer wieder über die Bundesstraße rannte und wo sie von unten regelmäßig immer die Treppen hochnahm in Richtung ihrer Pflegestelle.

Leider war sie auch von diesen gefährlichen Wegen nicht abzubringen.

Beim Einrichten der Falle und beim Spuren dorthin stand Alina dann plötzlich unbemerkt erneut hinter uns. Als wir uns umdrehten, weil wir sie zunächst gar nicht bemerkten, rannte sie allerdings sofort wieder auf-und davon und so blieb nichts anderes übrig, als in Ruhe auf unsere Falle zu hoffen.

Alina kam dann nachts auch vor die Falle, fraß ein wenig im Bereich des Eingangs und verschwand dann wieder.

Wir alle befanden uns im totalen Ausnahmezustand und waren ständig in Kontakt mit der Polizei in Filderstadt und Nürtingen, weil Alina sich und den Verkehr massiv gefährdete.

Nachdem Alina offensichtlich erst einmal nicht mitspielte, stellten wir die Falle hinter den Lärmschutzwall ins Gebüsch – in der Hoffnung, dass sie dort wenigstens ein bisschen mehr Ruhe finden würde.

Komischerweise hatte Alina an dieser Stelle noch mehr Probleme mit der Falle und so verging eine weitere schlaflose Nacht voller Sorgen um Alina.

Doris meldete sich die Nächte über immer wieder mit Sichtungen rund um die Wohnblöcke. Sie konnte beobachten, wie Alina immer wieder um das Haus lief, sich allerdings nicht hineintraute.

Manchmal saß sie auch im Gebüsch und heulte minutenlang wie ein Wolf vor lauter Verzweiflung.

Glücklicherweise meldete sich dann am nächsten Tag Frau Harrer bei uns und übersandte uns Videos ihrer Sicherheitscam an ihrem Haus, auf denen Alina trinkend an Ihrer Igelfutterstelle zu sehen war.

Das war DIEEEE Chance!

Wir sprachen vor Ort mit ihrem Sohn und auch ihr am Telefon und die beiden erklärten sich liebenswerterweise dazu bereit, dass wir neben die Wasseeschüssel auch eine Futterschüssel für Alina platzieren durften.

Gesagt – getan!

Wir schliefen alle die zweite Nacht keine Sekunde (trotz Arbeit) und waren deshalb über diese neue Möglichkeit sehr, sehr dankbar.

Alina machte uns mehr Sorgen als jeder andere Hund zuvor, weil sie leider keine wirkliche Scheu vor der Bundesstraße zeigte, dafür aber umso mehr vor unserer Lebendfalle.

Das Haus der Familie Harrer befand sich wenigstens ca. 150m weg von der Bundesstraße und bot ringsherum auch gute Versteckmöglichkeiten für Alina.

Des Weiteren hätten wir gegenüber auch die Möglichkeit gehabt, unseren Fangzwinger zu stellen.

Wir warteten nun voller Anspannung, ob Alina wiederkommen und wenigstens mal die Futterstelle ordentlich annehmen würde und siehe da:
Tatsächlich kam sie wieder, trank und fraß und ging wieder.

Als Frau Harrer uns am 28.07.2026 morgens die Videos von Alina an dieser Futterstelle
schickte, war klar, wir müssen dort möglichst schnell unseren Fangzwinger stellen, weil Alina kontinuierlich immer wieder auf der B312 unterwegs war.

Leider stand unser Fangzwinger aber noch in Kaisersbach, weil wir ihn für Rea dort aufgebaut hatten.

Unsere Lebendfalle blieb natürlich scharf und wurde auch wieder mit allerlei unwiderstehlichen Köstlichkeiten bestückt, in der Hoffnung, dass Alina sich damit doch noch anfreunden könnte. Schließlich stand sie sowohl hinter der Leitplanke als auch am neuen Standort hinter dem Lärmschutzwall schon davor. Allerdings leider ohne echte Fortschritte zu machen – im Gegenteil. Sie stellte sich täglich mehr an.

Aufgrund beruflicher Verpflichtungen konnte unser Fangzwinger leider erst am späten Abend nach Aich gebracht werden und wir planten den Aufbau für den nächsten Vormittag (29.07.2026).

Natürlich wurde auch die Futterstelle bei Frau Harrer vor der Haustüre neu bestückt, aber es sollte alles gaaaaaaanz anders kommen ☺️!

In der Nacht zum 29.07.2026 turnte Alina wieder um die Häuserblocks rund um das Haus ihrer Pflegestelle und heulte wieder wie ein kleiner Wolf vor lauter Verzweiflung.

Doris ging dann noch einmal nach unten, um die Näpfe nochmals zu befüllen und da sprach sie ihr Nachbar an und erzählte ihr, dass Alina gerade bei ihm auf der Terrasse gewesen sei.

Und plötzlich passierte etwas vollkommen Verrücktes.

Als Doris gerade wieder ins Haus wollte, kam Alina auf sie zu und es gelang ihr tatsächlich mit Hilfe von verschiedenen Leckereien, sie zu sich zu locken.

Plötzlich warf sich Alina dann vor Doris auf den Boden auf den Rücken und sie konnte sie streicheln und dann ganz behutsam sichern, indem sie sie auf den Arm nahm.

Wir waren komplett sprachlos!

Die Süße kam aus der Tötung, war eine krasse Angsthündin, kannte weder nette Menschen noch Doris noch das Haus wirklich und ließ sich einfach so von ihr sichern!???

Es war einfach zu unglaublich, um wahr zu sein!

Wir freuten uns so dermaßen für Alina und Doris!

Diese Geschichte war einfach wirklich der reinste Wahnsinn und das in jeder Hinsicht.

Aber und das ist das Wichtigste:

Ende gut – alles gut!

Ganz lieben Dank Doris für dein Vertrauen in uns 😊

Ein mega Dankeschön liebe Anja für deine mega Unterstützung bei allem vor Ort. Du warst – wie immer – von A-Z an unserer Seite.

Ein herzliches Dankeschön an die Polizei in Filderstadt und Nürtingen für die tolle Zusammenarbeit.

Ganz lieben Dank an Frau Harrer für alles!

Dankeschön an alle Teiler und alle, die mitgefiebert haben.

Danke an die Stadt Aichtal für die Rücknahme eines Strafzettels.

Lieben Dank an die Kolleginnen von Wo ist mein Hund? und der Hundesicherung Tanja Axmann & Team und an Jule (Besitzerin von Sammy) sowie Chrissy und Sebi (Besitzer von Dexter) für die Unterstützung.

Und zuguterletzt: Dankeschön liebe Alina für dein unglaubliches Vertrauen in Doris!

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