Teya

12.02.2024

Das kleine Pinschermixmädchen kam am 09.02.2024 aus Bulgarien und verbrachte 1 Nacht bei Matthias und Jenny Adler in Plattenhardt, um dann am 10.02.2024 zu ihrer Familie nach Filderstadt-Bonlanden umzuziehen.

Als die neuen Besitzer mit ihr gassigehen wollten, erschrak sie sich durch ein lautes Geräusch in der Garage und schlüpfte unter dem Garagentor durch und rannte auf-und davon.

Durch Markierungen in 2 Filderstadt-Facebookgruppen wurden wir auf ihr Entlaufen aufmerksam gemacht und boten unsere Hilfe an.

Es wurden sofort duftende Futterstellen bei ihren neuen Besitzern in Bonlanden und bei ihrer Kurzzeitpflegestelle (bei Matthias und Jenny Adler) in Plattenhardt eingerichtet. Leider wurden diese aber von der kleinen Maus nicht aufgesucht.

Am 11.02.2024 gab es dann eine Sichtung auf Höhe der Filderklinik und auch dort wurde von unserer inzwischen langjährigen Helferin Jule sofort eine Futterstelle eingerichtet und mit einer unserer Kameras versehen.

Unterdessen brachten Deborah (Artemis) und Anja (Neo) weitere Cams, Leberwurstsuppe und Futter von uns vor Ort und auch unsere sehr geschätzte Helferin Tina machte sich aus dem Remstal ebenfalls nach Filderstadt auf, um Jule vor Ort zu unterstützen.

Eine weitere Sichtung erfolgte dann aus dem Wohngebiet gegenüber der Filderklinik und Jule wollte dort gerade eine weitere Futterstelle einrichten, als Teya plötzlich live und in Farbe vor ihr stand.

Jule gelang es, sie mit ein wenig Futter und Leckerlies relativ nah zu sich zu locken und Teya nahm beides sehr dankbar und hungrig an, hielt aber – wie fast alle entlaufenen Hunde – stets genau den Sicherheitsabstand, dass kein Zugriff möglich war.

Da Jule und Tina Teya in Absprache mit uns weder bedrängen noch verängstigen wollten und sie sich freiwillig nicht berühren ließ, brachen die beiden ab und richteten in Ruhe eine weitere Futterstelle mit Kamera ein, zogen aus allen Himmelsrichtungen Leberwurstspuren dorthin und ließen dann erstmal Ruhe einkehren.

Teya zeigte sich allerdings zunächst einmal nicht mehr an der Futterstelle und auf der Kamera. Da sie allerdings für die beiden sichtbar mit Abstand in der Nähe im Gebüsch blieb, entschieden wir uns nicht lange zu zögern und kurzerhand eine Lebendfalle zu stellen, um diese einmalige Chance sofort zu nutzen.

So fuhren Matthias Adler und wir mit unserer Falle nach Plattenhardt, um vor Ort mit geballter Men-und Frauenpower die Falle zu stellen.

Jule duftete gefühlt ganz Plattenhardt noch einmal mit purer Leberwurst ein und hatte – während unsere Jungs mit Matthias die Falle holten – einen Großeinkauf bei McDonald’s für die Falle getätigt und bestückte diese damit. Da sie inzwischen schon zahlreiche Fallen mit uns gemeinsam bestückt hat, ist sie inzwischen bereits ein Profi darin.

Der Garten und die Falle wurden dann von allen Seiten mit Cams ausgestattet, sodass uns nichts mehr entgehen konnte.

Kurz nachdem alle den Ort des Geschehens verließen und einen Treffpunkt weit außerhalb vereinbarten, um das gesamte nächtliche Vorgehen für den Fall aller Fälle in Ruhe zu besprechen, bimmelten unsere Handys um 20:50 Uhr bereits zum ersten Mal und siehe da, das erste Bild von Teya ging ein.

Wir waren zunächst sehr zuversichtlich, dass der Spuk nun in wenigen Minuten bereits beendet sein würde, aber leider machten wir unsere Rechnung ohne Teya!

Sie verschwand wieder und ließ uns die gesamte Nacht über zappeln und wir machten fast kein Auge zu und starrten nur immer wieder ungläubig auf unsere Handys und in die Livecam.

Wo um alles in der Welt war Teya jetzt und warum kam sie nicht zurück? Was war passiert. Wir machten uns langsam große Sorgen.

So ging das dann über knapp 8 Stunden hinweg, bis sie plötzlich um 4:40 Uhr wieder auftauchte.

Sie schlich 10 Minuten auf der Leberwurstspur umher, schlecke hier und da ein wenig davon vom Boden weg und lief dann „mir nichts, dir nichts“ und ohne weitere Umschweife direkt und ohne auch nur einmal zu stoppen in die Falle.

Wir trauten unseren Augen kaum!

Teya waren die zufallenden Flügeltüren der Falle nur einen kurzen Schulterblick wert und dann wurde erstmal genüsslich gefrühstückt.

Wir waren alle so dermaßen happy und erleichtert!!

Die Fildern sind mit der A8, der B27 und B312 sowie verschiedener Bahnlinien usw. keine gute Ecke, um zu entlaufen und wir machen immer 3 Kreuze, wenn eine Hundesuche da oben ein gutes Ende nimmt.

Ende gut – alles gut!

Ganz lieben Dank an Matthias und Jenny Adler für die mega Unterstützung vor Ort. Ihr wart einfach „from heaven sent“!

Dankeschön an die Besitzer (Familie Vögele) für ihr Vertrauen in uns.

Besonderen Dank an Jule, Tina, Deborah und Anja für den Wahnsinnseinsatz für Teya.

Ganz lieben Dank an die gesamte Familie Schiller für die Genehmigung der Futterstelle und Falle im Familiengarten.

Dankeschön an alle Teiler, Sichter und an die Polizei für die Kooperation.

Einen wunderschönen Tag euch allen 😊!

Ihr seid die Besten!

Euer HEBW-Team